Dieser Katalog unterscheidet fünf Preisformen. Sie sehen im Filter nebeneinander gleich aus und bedeuten sehr Verschiedenes — vor allem für die Frage, was in fünf Jahren noch funktioniert.
Kostenlos
Ohne Kaufpreis nutzbar. Das sagt nichts über den Quellcode und wenig über die Zukunft: ein kostenloses Plugin kann geschlossen sein, eine Anmeldung verlangen, Daten sammeln oder in der nächsten Fassung Geld kosten.
Open Source
Der Quellcode liegt offen und darf unter einer Lizenz weiterverwendet werden. Fast immer ist so etwas auch kostenlos, aber das eine folgt nicht aus dem anderen.
Der praktische Unterschied zeigt sich, wenn der Hersteller aufhört: ein quelloffenes Werkzeug kann jemand anders weiterpflegen, ein geschlossenes ist mit dem nächsten Betriebssystem-Update fort.
Kauf
Einmal bezahlen, dauerhaft nutzen. Der übliche Haken steht im Kleingedruckten: Aktualisierungen auf eine neue Hauptversion kosten oft erneut. Was ein Kauf einschließt — ein Jahr Updates, alle Updates, gar keine —, bestimmt der Hersteller und nicht das Preismodell.
Abo
Laufende Zahlung für die Nutzung. Der entscheidende Punkt, und er fällt erst spät auf: endet die Zahlung, endet meist der Zugriff. Wer nach drei Jahren aufhört zu zahlen, kann alte Projekte unter Umständen nicht mehr öffnen — nicht, weil die Dateien weg wären, sondern weil das Plugin nicht mehr lädt.
Dagegen steht ein echter Vorteil: kein großer Betrag auf einmal, und Aktualisierungen sind eingeschlossen.
Rent-to-Own
Ratenzahlung mit Ziel Eigentum: man zahlt monatlich und besitzt die Lizenz, sobald der volle Preis erreicht ist. Bricht man vorher ab, ist das Gezahlte weg.
Der Unterschied zum Abo ist der wichtige — am Ende bleibt etwas. Der Unterschied zum Kauf auch: unterm Strich zahlt man meist etwas mehr als beim Direktkauf.
Die eine Frage, die sich lohnt
Nicht „was kostet es?", sondern „was passiert, wenn ich aufhöre zu zahlen?" Bei Kauf, Rent-to-Own (durchgezahlt), Kostenlos und Open Source: nichts. Beim Abo: möglicherweise der Zugriff auf die eigene Arbeit.
Das ist kein Argument gegen Abos — es ist ein Argument dafür, die Antwort vorher zu kennen.